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Leider wird Nikit Aman uns aus beruflichen
Gründen verlassen müssen, insofern suchen wir mal wieder
jemanden, der bei uns die dritte Bratsche schwingt. Wenn sich jemand
berufen fühlt, erfolgloser Rockstar zu werden, so möge
er sich melden !!!
Du solltest auf jeden Fall keine Flausen mehr im Kopf haben. MIT
PUNKROCK WIRD MAN NICHT REICH UND BERÜHMT ! Spaß an der
Sache ist die Hauptsache. Das heißt aber nicht, dass wir 'ne
Feierabendband sind, die so hin und wieder mal probt. Regelmässiges
Erscheinen bei den Proben - und selbstverständlich bei den
Gigs - sind schon Pflicht. Außerdem wollen wir endlich mal
ins Studio und die längst überfällige CD aufnehmen.
Weiterhin mußt Du motorisiert sein, weil wir in der Pampa
bei Elmshorn proben - da kommt man ohne Karre nicht hin. Ne 4x12er
zur Mitbenutzung ist vorhanden, aber 'nen lärmfesten Amp solltest
Du selbst mitbringen.
Da Du auf dieser Seite gelandet bist, brauchen wir über unseren
Stil und unsere Live-Power wohl nix mehr zu schreiben und da wir
(fast) alle so um die 40 sind, werden hier auch die "Älteren"
angesprochen, die's noch mal wissen wollen !
Ach ja, Du solltest zumindest wissen, wie man Gieh-Tarräh schreibt
und am besten auch 'n Bißchen solieren können.
Interesse ? Dann melde Dich doch einfach !
Die selbstverwalteten Kultur- und Jugendzentren in Deutschland werden
klammheimlich und ohne großes oder überregionales Aufsehen,
von stattlicher Seite geschlossen, geräumt, abgerissen oder
übernommen (wie es jetzt z.B. dem JUZ Dampfmühle in Verden/Aller
droht). Als Band, suchst Du immer Möglichkeiten, mal auf die
Bühne zu kommen ohne irgendwelche Pay-to-play-Veranstalter
zu finanzieren, die Clubs selbst zu buchen (wobei Du generell draufzahlst
und der Club auch meist nicht gerade reich wird) oder Du Dich in
Bandwettbewerbe einkaufen mußt, bei denen Du etliche Euronen
Startgeld für maximal 20 Minuten Spielzeit (vor einem Publikum,
das zumeist sowieso nicht Dich hören will) abdrücken mußt
und bei denen das Durchschnittsalter der Bandmitglieder nicht wesentlich
über 15 Jahre liegen sollte.
Als Konzertbesucher willst Du vielleicht einfach mal billige Konzerte
(mit billigen Getränken) und mehr oder weniger lokalen Bands
sehen, die nicht gleich dazu führen, dass am Ende des Geldes
noch so viel Monat übrig ist.
Irritierenderweise finden diese Veranstalltungen jedoch nicht in
der Colourline-Arena oder ähnlichen Kommerztempeln statt, sondern
zumeist in kleinen und häufig selbstverwalteten Jugend- und
Kulturzentren oder Clubs, die sich finanziell gerade eben über
Wasser halten und viel von privatem und unentgeldlichen Einsatz
abhängen. Und gerade diesen geht es in den letzten Jahren von
staatlicher Seite massiv an den Kragen. Es wird geräumt, geschlossen,
abgerissen, Livemusikverbot erteilt, mit teilweise unerfüllbaren
Bauauflagen belegt oder schlicht und ergreifend Alkoholverbot verhängt,
was, wenn wir mal ehrlich sind, auch dazu führt, dass die Besucher
sich größtenteils bei der nächsten Tanke und nicht
drinnen aufhalten. Wir haben schon in vielen derartigen Läden
gespielt und meistens hat die "Gage" gerade eben mal für
die Spritkohle gereicht, von vergessenem Equipement, durchgehauenen
Drumfellen und abgerauchten Verstärkern ganz zu schweigen.
Aber Spaß gemacht hat es trotzdem und wir werden es auch weiterhin
machen.
Nur gibt es mittlerweile eine ganze Anzahl dieser Läden nicht
mehr, weil sie von staatlicher Seite her geschlossen wurden (z.B
SZ Norderstedt, JUZ Uetersen), und vielen anderen droht das gleiche
Schicksal. Häufig haben dabei finanzielle Interessen unserer
korrupten Politbarone eine ganz entscheidende Rolle gespielt, da
viele dieser ehemals abgelegenen Läden, in mittlerweile spekulativ
interessantem Gebiet liegen, durch dessen Verkauf sich eventuell
hübsche Profite in die eigenen Taschen wirtschaften lassen.
Den ersten Nachteil davon haben die "Betreiber" dieser
kleinen Läden, die entweder ganz aufgeben, oder sich in teuren,
kommerziellen Räumen einmieten müssen, was natürlich
auch zu Lasten der Eintritts- und Getränkepreise geht, denn
von irgendwas muß das ganze ja bezahlt werden.
Den zweiten Nachteil haben die ganzen kleinen Independentbands,
die immer weniger kostengünstige (wer von uns verdient schon
wirklich Geld mit seinen Gigs ?) Möglichkeiten zum Auftreten
haben und sich deswegen um die immer rarer werden Plätze in
den überbuchten Resten der nichtkommerziellen Szenekultur balgen.
Den dritten Nachteil hast DU, als Konzertbesucher,
weil Du entweder die erhöhten Preise zahlen mußt,
oder Dir halt eben weniger Konzerte ansehen kannst.
Den einzigen Vorteil haben diejenigen, die sich entweder durch die
Grundstücksspekulationen die Taschen vollstopfen, oder eventuell
sogar an den kommerziellen Schuppen beteiligt sind, in welche die
Bands notgedrungen ausweichen müssen, falls man sie dort überhaupt
spielen läßt.
Falls Du in Zukunft also noch 3 - 5 kleine Bands für 3 - 5
€ Eintritt und Getränken für 1 - 2 € sehen willst,
anstatt für das selbe Programm mindestens 8 - 10 € Eintritt
und 3,50 € für's Flaschbier auszugeben, solltest Du Dir
in Zukunft überlegen, ob Du in den nächsten Kommerzschuppen
rennst und Dir dort für viel Geld die aktuelle "In-Band"
ansiehst, oder ob Du lieber mit Deinem Eintritt und auch Deiner
Anwesenheit, Dein lokales Zentrum oder den kleinen Club unterstützt.
Die ersten wollen nur Dein Geld, die zweiten brauchen Deine Unterstützung,
sonst werden sie auch noch geschlossen oder müssen dichtmachen
- und dann ist es aus mit der bunten und bezahlbaren Konzertlandschaft
in Deutschland.
Denk beim nächsten Ticketkauf einfach mal drüber nach.
Uns wirst Du (hoffentlich) nicht für 75 € in der Sporthalle
sehen !
Support your local underground !
Kpt. Lt. Too Late
Um Mißverständnissen vorzubeugen ! Im Booklet des Samplers
und auf der Webside von Audio
Terror Records ist das Cover der ehemaligen Aachener Band Cleansweep
zu finden, mit der wir, außer der Namensgleichheit, nichts
zu tun haben. Wie es zu diesem Fehler gekommen ist, ist uns ein
Rätsel. Wir wollen uns hiermit nur davon distanzieren, daß
wir klauen oder uns mit fremden Federn schmücken wollen. Wer
will - und wen's interessiert - der kann sich das eigentlich geplante
Layout im Lyricslink runterkopieren, ausdrucken und ins Booklet
kleben (auf Wunsch schicken wir gegen 'nen frankierten Rückumschlag
auch Fotoklebeecken zu :-).
Und noch mal ein Wort zur Namensgleichheit ! Als wir uns 1998 in
Cleansweep umbenannt haben, gab's die Aachener Band noch nicht oder
sie war nicht recherchierbar. Da es sie bei unserer "Wiederauferstehung"
2004 nicht mehr gab, haben wir auch keinen Grund gesehen, warum
wir nicht unter unserem alten Namen weitermachen sollten. Wir sind
Cleansweep aus Hamburg und es gab mal eine Band Cleansweep in Aachen
! Wir haben wohl zur gleichen Zeit den Film "Outbreak"
gesehen. Den Bandnamen Nirvana gab's ja in den 70ern auch schon
mal. Wer ein Problem damit hat, der kann's behalten. Wir sind keine
Nachfolgeformation der Aachener Cleansweep (wir scheinen sogar wesentlich
älter zu sein, auch wenn wir uns erst 98 in Cleansweep umbenannt
haben) und wir wollen auch nicht mit ihnen verwechselt werden oder
an sie anknüpfen !
So, da ich leider die Website zerschossen habe,
hier nochmal die Kurzform ! Bevor wir überhaupt das Anna &
Arthur in Lüneburg erreicht hatten, fingen uns unsere "Freunde
& Helfer" in grün (neuerdings auch wieder in dunkelblau
oder schwarz) ab und erteilten uns einen Platzverweis, mit der Auflage
uns innerhalb von 15 Minuten wieder zu verpissen, da man uns ansonsten
zur "Gefahrenabwehr" in Gewahrsam nehmen würde. Wir
fühlten uns natürlich hochgeehrt, daß man uns in
Lüneburg schon als Gefahr für die Staatssicherheit ansieht,
bevor wir überhaupt losgelegt haben, aber eine Nacht im Knast
verbringen, wollten wir dann auch nicht. Also sind wir wieder abgezogen
und haben uns gedacht: So nicht ! Nicht mit uns ! Wir schlagen mal
mit den Waffen des Systems zurück. Diesmal andersherum:
Also haben wir uns 'ne Anwältin genommen
und gegen den ungerechtfertigten Platzverweis Widerspruch eingelegt,
dem die Stadt Lüneburg natürlich widersprochen hat. Es
hätte jetzt die Möglichkeit gegeben, die ganze Sache auf
biegen und brechen durchzuziehen und unser Recht auf diesen Auftritt
gegen die Staatswillkür einzuklagen - wovon wir eigentlich
nichts weiter gehabt hätten, als daß wir einen Auftritt
dann doch noch hätten spielen dürfen, den man uns nicht
hat spielen lassen. Hahaha !Sozusagen eine posthume Willenserklärung
zur Rehabilitierung. Im Falle, daß wir den Prozeß verloren
hätten, wären dann allerdings Kosten in Höhe von
ca. 1.000,00 € auf uns zugekommen - und das war uns der Spaß
dann doch nicht wert. Hiermit sei speziell unserer Anwältin
Michaela gedankt, die uns aus Spaß an der Sache und ohne Gebühr
vertreten hat.
Wir haben halt eben einige Wochen später
im Anna & Arthur gespielt.
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